(Kiel) Anle­gern der Anlei­he CK 4578 – wie auch ver­gleich­ba­rer Anlei­hen – ste­hen Scha­dens­er­satz­an­sprü­che wegen Falsch­be­ra­tung zu.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel.

Seit Jah­ren hat die Com­merz­bank, wie auch ande­re Ban­ken, Unter­neh­mens­an­lei­hen in Form so genann­ter Hybrid­an­lei­hen, auch als Tier 1, 2 oder 3‑Anleihen bezeich­net, ins­be­son­de­re auch an End­ver­brau­cher bzw. pri­va­te Anle­ger ver­kauft. Die­sen gegen­über wur­de die­se Form der Kapi­tal­an­la­ge zumeist als völ­lig risi­ko­lo­se und bspw. für die Alters­vor­sor­ge geeig­ne­tes Pro­dukt, häu­fig sogar als Alter­na­ti­ve zum Fest­geld­kon­to ange­prie­sen.

So hat die Com­merz­bank seit 2006 u.a. die Hybrid­an­lei­he CK 4578 (Com­merz­bank Capi­tal Fdg Tr. III) an zumeist älte­re Kun­den zur Absi­che­rung ihrer Alters­vor­sor­ge ver­kauft. Bei die­ser Hybrid­an­lei­he han­delt es sich um eine von der Com­merz­bank aus­ge­ge­be­ne nach­ran­gi­ge Schuld­ver­schrei­bung, die nicht nur einen fes­ten, son­dern auch einen varia­blen Zins­satz beinhal­tet. Das Geld der Anle­ger wird als Eigen­ka­pi­tal der Com­merz­bank behan­delt, da es nur ein­sei­tig von der Com­merz­bank gekün­digt wer­den kann und zudem über einen meist end­los lan­gen Zeit­raum läuft. Schon seit eini­gen Jah­ren ist der Kurs der Hybrid­an­lei­he CK 4578 aber ins Boden­lo­se gefal­len. Die Hybrid­an­lei­he CK 4578 hat seit ihrer Aus­ga­be mehr als 60 % an Wert ver­lo­ren und bei einem Ver­kauf über die Bör­se erhält man je nach Kurs ledig­lich zwi­schen 30 % und 40 % sei­nes ein­ge­setz­ten Kapi­tals zurück. Statt einer finan­zi­el­len Absi­che­rung droht den betrof­fe­nen Anle­gern somit der Ver­lust eines gro­ßen Teils ihres ein­ge­setz­ten Kapi­tals.

Vie­len, vor allem auch den älte­ren Anle­gern, so Hün­lein, waren die Risi­ken einer sol­chen Kapi­tal­an­la­ge nicht erklärt wor­den. Ein gro­ßes Risi­ko ergibt sich für Anle­ger schon durch die end­lo­se Lauf­zeit und die nur ein­sei­ti­ge Kün­di­gungs­mög­lich­keit durch die Com­merz­bank. Zudem wird die Com­merz­bank die Hybrid­an­lei­he CK 4578 nur kün­di­gen, wenn sie über genü­gend liqui­de Mit­tel ver­fügt, was der­zeit nicht ein­mal ansatz­wei­se abseh­bar ist. Müs­sen Anle­ger bspw. aber kurz­fris­tig an ihr Geld aus der Anlei­he kom­men, so ist dies nur durch einen Ver­kauf an der Bör­se mög­lich, d.h. mit Ver­lus­ten von 60 % bis 70 %. Über­dies exis­tiert auch ein Total­ver­lust­ri­si­ko der Ein­la­ge, was den Anle­gern völ­lig ver­schwie­gen wur­de. Vor die­sem Hin­ter­grund ist daher zwi­schen­zeit­lich eine Viel­zahl von Kla­gen wegen der Anlei­he CK4578 gegen die Com­merz­bank anhän­gig.

Wem soge­nann­te Hybrid­an­lei­he mit End­los-Lauf­zeit und fes­ter oder varia­bler Ver­zin­sung als eine geeig­ne­te und siche­re Mög­lich­keit dar­ge­stellt wur­den, Erträ­ge zu erzie­len, ohne dass Ihnen die Risi­ken erläu­tert wur­den, dem ste­hen ggf. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che zu. Dies wäre dann der Fall, wenn nicht über die Funk­ti­on und die Risi­ken einer sol­chen Anlei­he auf­ge­klärt und I auch kei­ne ent­spre­chend aus­sa­ge­kräf­ti­gen Unter­la­gen vor­ge­legt wur­den. Dies gilt bspw. auch für fol­gen­de Tier-Anlei­hen:

• Com­merz­bank Capi­tal Fdg Tr. I EO-FLR Tr.Pref.Sec.06(16/Und.)

WKN: A0GPYR ISIN: DE000A0GPYR7

• Com­merz­bank Cap. Fdg Tr. III EO-FLR Tr.Pref.Secs06(12/Und.)

WKN: CK4578 ISIN: DE000CK45783

• Euro­hy­po Capi­tal Fun­ding Tr. 1 EO-FLR Tr.Pref.Secs03(13/Und.)

WKN: 542376 ISIN: XS0169058012

• Euro­hy­po Capi­tal Fdg Trust II EO-FLR Tr.Pref.Sec.05(11/Und.)

WKN: A0DZJZ ISIN: DE000A0DZJZ7

DZ BANK Capi­tal Fun­ding Tr. II EO-FLR Tr.Pref.Sec.04(11/Und.)

WKN: A0DCXA ISIN: DE000A0DCXA0

Betrof­fe­ne Anle­ger, die eben­falls sol­che Anlei­hen erwor­ben haben, soll­ten dies einer recht­li­chen Über­prü­fung unter­zie­hen las­sen. Fach­an­walt Hün­lein ist mit der Sache ver­traut und führt der­zeit meh­re­re Ver­fah­ren gegen ver­schie­de­ne Ban­ken. Ins­be­son­de­re wird er prü­fen, ob ein Anspruch auf Scha­dens­er­satz bzw. Rück­ab­wick­lung gel­tend machen kann (vol­le Kapi­ta­lerstat­tung gegen Rück­ga­be der Anlei­he) und steht für eine ers­te Ein­schät­zung der Erfolgs­aus­sich­ten zur Ver­fü­gung. Für Rechts­schutz­ver­si­cher­te wird die Deckungs­an­fra­ge über­nom­men.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Klaus Hün­lein
Rechts­an­walt
Fach­an­walt für Bank- und Kapi­tal­markt­recht
Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht
Eschen­hei­mer Anla­ge 1, 60316 Frank­furt
Tele­fon: 069/4800 7890 , Fax: 069/4800789–50
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