(Kiel) Deutsche Anleger haben nach Presse­bericht­en mehr als 20 Mil­liar­den Euro in geschlossene Schiff­fonds investiert. Ihnen dro­ht ein Schaden, der den­jeni­gen aus der Lehmann-Pleite in den Schat­ten stellen kön­nte.

Geschlossene Schiffs­fonds, so der  Frank­furter Fachan­walt für Bank- und Kap­i­tal­mark­trecht Klaus Hün­lein von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel, wur­den in den let­zten Jahren haupt­säch­lich im Hin­blick auf das ange­blich wach­sende weltweite Trans­port­geschäft unter voll­mundi­gen Steuer- und Ren­ditev­er­sprechun­gen verkauft.


Den Anlegern wur­den dabei Ren­diten von z.T. deut­lich über 10 % in Aus­sicht gestellt, dabei aber nicht sel­ten die Risiken unter­schla­gen. Stattdessen wurde behauptet, die Beteili­gun­gen seien sich­er, risiko­los und gar zur Altersvor­soge geeignet. Etwa 275.000 deutsche Anleger finanzierten fast 4 von 10 Con­tain­er­schif­f­en, die heute auf den Welt­meeren umher schip­pern. Nach jahre­langem Verkaufs­boom hat jedoch die Finanzkrise auch die Schiffs­fonds erre­icht. Sei­ther sind die Umsätze bei vie­len Schiffs­fonds drama­tis­che einge­brochen. Mehrere Fonds haben in jüng­ster Zeit bere­its Insol­venz anmelden müssen. Den Anlegern dro­hen Ver­luste bis hin zum Totalver­lust. Darüber hin­aus ist es möglich, dass Anleger, die an ein­er Gesellschaft bürg­er­lichen Rechts (GbR) beteiligt ist, im Fall ein­er Pleite eine Nach­schusspflicht trifft, warnt Hün­lein.


Grund für die schwierige Sit­u­a­tion der Fonds ist der drama­tis­che Ver­fall der Fracht- und Char­ter­rat­en. So sind die Trans­portkosten inner­halb eines Jahres erhe­blich gesunken. Außer­dem gibt es mit­tler­weile ein Überange­bot an Con­tain­er­schif­f­en, was die Zukun­ft des Geschäftsmod­ells nicht unbe­d­ingt rosig erscheinen lässt. Min­destens jedes fün­fte Schiff soll bere­its Prob­leme haben.


Anleger wer­den in dieser Sit­u­a­tion vernün­ftiger­weise Über­legun­gen anstellen, ob und wie sie sich von ihrer Beteili­gung lösen und wie sie ihre Ver­luste – zumin­d­est teil­weise – aus­gle­ichen und zukün­ftige ver­mei­den kön­nen und die Recht­slage über­prüfen lassen.


Ansatzpunkt für einen Beratungs­fehler kön­nen Fehlin­for­ma­tio­nen oder eine nicht erfol­gte bzw. nicht ordentliche Risikoaufk­lärung sein. Daneben ist auch an einen Ver­stoß gegen die sog. Kick­back-Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs zu denken. Danach hat der Verkäufer/Vermittler den Kun­den über die die ihm von der Fonds­ge­sellschaft für den Ver­trieb gezahlten Pro­vi­sio­nen aufzuk­lären. Unter­lässt er dies, kann der Kunde die Rück­ab­wick­lung des Geschäfts ver­lan­gen. Es ste­ht jeden­falls fest, dass Anlage­ber­ater für den Ver­trieb von Schiffs­fonds­beteili­gun­gen üppige Pro­vi­sio­nen kassiert haben. Die Aus­sicht auf Schaden­er­satz sind also in soweit dur­chaus gut.


Für betrof­fene Anleger bedeutet dies, so Hün­lein, dass sie ihre Ansprüche etwa von einem Fachan­walt für Bank- und Kap­i­tal­mark­trecht über­prüfen lassen soll­ten. Dabei sei auf die Möglichkeit der Ver­jährung zum 31.12.2009 hingewiesen. Ver­jährt ein Anspruch, kann er nicht mehr erfol­gver­sprechend gel­tend gemacht wer­den.


Er emp­fahl, ggfs. rechtlichen Rat in Anspruch zu nehmen, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Klaus Hün­lein, Recht­san­walt
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