(Kiel) Wie sich aus aktuellen Zeitungs­bericht­en ergibt, müssen Anleger bei Schiffs­fonds in naher Zukun­ft nicht nur mit hohen Ver­lus­ten, son­dern darüber hin­aus sog­ar ver­bre­it­et mit Insol­ven­zen rech­nen.

Darauf ver­weist der Frank­furter Fachan­walt für Bank- und Kap­i­tal­mark­trecht Klaus Hün­lein von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel.

Grund dafür sind vor allem Überka­paz­itäten, die in ver­gan­genen Jahren aufge­baut wur­den. Wegen der Rezes­sion in Europa geht die Nach­frage nach Frachtka­paz­itäten auf wichti­gen Schiff­fahrt­sruten zudem zurück. In der Folge steigt das Überange­bot an Frach­traum weit­er, die Mieten dafür sinken entsprechend. Ver­mi­eter von Han­delss­chif­f­en bericht­en, dass sie eine äußerst schwierige Zeit erwarten. Offen­bar kämpfen Hun­derte von Gesellschaften, die nur ein einziges Schiff besitzen, ums Über­leben. In solchen Fonds sind allein in Deutsch­land Hun­dert­tausende von Anlegern investiert. Viele Fonds wer­den es voraus­sichtlich nicht schaf­fen und Insol­venz anmelden müssen. Anleger müssen sich auf erhe­bliche Ver­luste ein­stellen, falls über­haupt noch etwas übrig­bleibt.

Angesichts dieser drama­tis­chen Lage ist guter Rat teuer, wie der Anleger sein in den Fonds eingezahltes Geld oder zumin­d­est einen Teil davon ret­ten kann. Anlegern ste­hen oft­mals Ansprüche gegen ihre Berater – in vie­len Fällen Banken – zu. Schadenser­satzansprüche kön­nen sich z.B. daraus ergeben, dass die bera­tende Bank den Fonds trotz damit ver­bun­den­er hoher Risiken einem Kun­den emp­fohlen hat, der aus­drück­lich eine sichere Anlage begehrte, fern­er aus man­gel­hafter Infor­ma­tion oder wegen ver­schwiege­nen Pro­vi­sio­nen der Fonds­ge­sellschaften an die Bank.

Zu denken ist daneben auch an einen Wider­ruf des Beitritts zur Fonds­ge­sellschaft, der unter bes­timmten Voraus­set­zun­gen möglich ist – bspw. wenn die Wider­rufs­belehrung nicht ord­nungs­gemäß erteilt wurde –, der allerd­ings in der Regel dazu führt, das der Anleger seine Beteili­gung außeror­dentlich kündi­gen kann und dann lediglich das Auseinan­der­set­zungsguthaben erhält. Trotz­dem ist der Wider­ruf ein erwä­genswert­er Schritt.

Ver­schärft wird die Prob­lematik für die Anleger durch die mögliche Ver­jährung ihrer Schaden­er­satzansprüche. Hinzuweisen ist hier auf die absolute Ver­jährungs­gren­ze des § 199 Abs. 3 BGB. Danach ver­jähren Ansprüche in 10 Jahren. Wer also im Jahr 2002 einen Schiffs­fonds geze­ich­net hat, so Fachan­walt Hün­lein, sollte bzw. muss jet­zt han­deln und – vor Jahre­sende 2012 – prüfen lassen, ob ihm Ansprüche zuste­hen und ob es sin­nvoll ist, diese gel­tend zu machen bzw. ver­jährung­sun­ter­brechende Maß­nah­men einzuleit­en.

Recht­san­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beacht­en und in Zweifels­fällen um rechtlichen Rat nachzusuchen, wozu er u. a. auch auf die auf Bank- und Kap­i­tal­mark­trecht spezial­isierten Anwäl­te/-innen in der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Klaus Hün­lein
Recht­san­walt
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