(Kiel) Nach­dem das Land­ge­richt Ham­burg am 23.11.2009 meh­re­ren Kla­gen der Ver­brau­cher­zen­tra­le Ham­burg e.V. gegen ver­schie­de­ne Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaf­ten zum wesent­li­chen Teil statt­ge­ge­ben hat­te, steht nun am 01.12.2009 schon wie­der ein Ter­min in ähn­li­cher Sache vor dem Ober­lan­des­ge­richt Düs­sel­dorf an.

Dar­auf ver­weist der Ham­bur­ger Rechts­an­walt Mat­thi­as W. Kroll, LL.M., Lei­ter des Fach­aus­schus­ses „Finanz­dienst­leis­tungs- und Ver­si­che­rungs­recht“ der DASV Deut­schen Anwalt- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf (OLG) vom 27.11.2009, Az.: I‑4 U 139/08.


Danach ver­han­delt der 4. Zivil­se­nat des Ober­lan­des­ge­richts Düs­sel­dorf am Diens­tag, den  1.12.2009, über die Fra­ge, ob Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men bei Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen Abschluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten ver­lan­gen dür­fen.


Der Klä­ger hat­te bei der beklag­ten Ver­si­che­rung Ende der 90er Jah­re in Zusam­men­hang mit der Finan­zie­rung von Bau­vor­ha­ben sechs Kapi­tal­le­bens­ver­si­che­run­gen mit einer Ver­si­che­rungs­sum­me von rund 39 Mil­lio­nen € abge­schlos­sen. Mit sei­ner Kla­ge for­dert er rund 2,3 Mil­lio­nen € Abschluss- und Ver­wal­tungs­kos­ten zurück, so Kroll.


Er hält die ent­spre­chen­de all­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung für unwirk­sam, weil nicht deut­lich wer­de, dass die Ver­si­che­rung kal­ku­la­to­ri­sche anstel­le tat­säch­lich ent­stan­de­ner Abschluss­kos­ten berech­ne. Die­se kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten stün­den auch in einem völ­li­gen Miss­ver­hält­nis zu den tat­säch­li­chen Kos­ten. Die beklag­te Ver­si­che­rung beruft sich dage­gen auf eine Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­ho­fes vom 12.10.2005 (Akten­zei­chen IV ZR 162/03) und meint, dass die Kos­ten zu Recht erho­ben wor­den sei­en. Außer­dem ent­spre­che der Pro­zent­satz der ange­setz­ten kal­ku­la­to­ri­schen Kos­ten dem markt­üb­li­chen.


Das Land­ge­richt Düs­sel­dorf hat die Kla­ge gegen die Ver­si­che­rung in ers­ter Instanz am 23.06.2009 abge­wie­sen. Zwar sei die Klau­sel intrans­pa­rent und daher unwirk­sam. Jedoch sei für den Klä­ger erkenn­bar gewe­sen, dass sol­che Kos­ten üblich und von ihm zu tra­gen sei­en.


Kroll riet, den Aus­gang zu beach­ten und in Zwei­fels­fra­gen Rechts­rat ein­zu­ho­len, wobei er  dazu u. a. auch auf Bank- und Kapi­tal­markt­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Mat­thi­as W. Kroll, LL.M.
Rechtsanwalt/Master of Insuran­ce Law
Lei­ter des Fach­aus­schus­ses XIV „Finanz­dienst­leis­tungs- und Ver­si­che­rungs­recht“
der DASV Deut­schen Anwalt- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V.
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