(Kiel) Der Bun­des­fi­nanz­hof (Az. VIII R 33/07) hat mit Urteil vom 15.06.2010 ent­schie­den, dass Zin­sen auf Steu­ern nicht der Ver­steue­rung unter­lie­gen, wel­che auf Steu­ern gezahlt wer­den die vom Steu­er­ab­zug aus­ge­schlos­sen sind.

Dies, so der Ham­bur­ger Steu­er­be­ra­ter Frank Zin­gel­mann von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, dürf­te zwei­fel­los auf Zin­sen zur Ein­kom­men­steu­er anzu­wen­den sein.


Ob dies Urteil auch auf die Kör­per­schaft- und Gewer­be­steu­er anzu­wen­den ist, bleibt abzu­war­ten, da es sich bei die­sen Steu­er­ar­ten nicht um Auf­wen­dun­gen des pri­va­ten Berei­ches, son­dern um nicht abzugs­fä­hi­ge Betriebs­aus­ga­ben han­delt.


Es soll­te jedoch in jedem Fal­le für alle offe­nen Fäl­le Ein­spruch ein­ge­legt wer­den in denen der Zins­an­spruch ab 1999 ent­stan­den ist, bzw. ein Ände­rungs­an­trag gem. §164 AO erfol­gen.

Zin­gel­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. steu­er­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Frank Zin­gel­mann
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