(Kiel) Ver­stirbt ein Haus­ei­gen­tü­mer nach einem Ein­bruch, bei dem kein unmit­tel­ba­rer Kon­takt mit dem Täter statt­ge­fun­den hat, an den Fol­gen eines Schlag­an­falls, erhält die Wit­we kei­ne staat­li­che Opfer­ent­schä­di­gung

Dies, so der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, ent­schied das Sozi­al­ge­richt (SG) Dort­mund in einem am 04.03.2010 ver­öf­fent­lich­ten Urteil vom 29.10.2009, Az.: S 18 VG 18/09, im Fal­le einer 61jährigen Wit­we aus Bochum, deren Ehe­mann fünf Tage nach einem Ein­bruch­dieb­stahl einen Schlag­an­fall erlitt, an des­sen Fol­gen er spä­ter ver­starb.
Die Ehe­leu­te hat­ten sich wäh­rend des Ein­bruchs im Kel­ler ihres Hau­ses befun­den und ledig­lich Geräu­sche über ihnen gehört. In den fol­gen­den Tagen waren sie beun­ru­higt, da sie eine Rück­kehr des Täters befürch­te­ten, um mit dem u.a. ent­wen­de­ten Auto­schlüs­sel den Wagen aus der Gara­ge zu holen.


Der Land­schafts­ver­band West­fa­len-Lip­pe lehn­te den Antrag der Wit­we auf Opfer­ent­schä­di­gung ab. Die hier­ge­gen bei dem Sozi­al­ge­richt Dort­mund erho­be­ne Kla­ge blieb ohne Erfolg, betont Klar­mann.


Das Sozi­al­ge­richt Dort­mund begrün­de­te sein kla­ge­ab­wei­sen­des Urteil damit, dass kein zur Ent­schä­di­gung berech­ti­gen­der tät­li­cher Angriff auf den Haus­be­sit­zer statt­ge­fun­den habe. Viel­mehr han­de­le es sich bei dem Ein­bruch­dieb­stahl um ein Ver­mö­gens­de­likt, das sich nicht gegen die kör­per­li­che Inte­gri­tät der Ehe­leu­te gerich­tet habe. Der Umstand, dass dabei die Pri­vat­sphä­re der Betrof­fe­nen ver­letzt wer­den kön­ne, ände­re dar­an nichts.


Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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