Ter­min:


  • Fre­itag, den 20.05.2011 in Frank­furt


Ref­er­ent:



  • Wal­ter Reichard*
    Recht­san­walt
    Buschlinger, Claus und Part­ner
    Frank­furt


The­ma:



  • „Umgang mit Pro­duk­thaftpflichtschadens­fällen aus anwaltlich­er Sicht“


Inhalt der Fort­bil­dung:


Die Bear­beitung von Pro­duk­thaftpflichtschadens­fällen bedeutet für einen Anwalt  eine kon­tinuier­liche Risikobe­w­er­tung oder Gefährdungs­beurteilung, die viel umfan­gre­ich­er ist, als es auf den ersten Blick aussieht.


Zu Beginn eines jeden Pro­duk­thaftpflichtschadens­fall­es ste­ht die Bew­er­tung, ob durch das — ange­blich — man­gel­hafte Pro­dukt eine Gefahr für Leib und Leben aus­ge­ht und welche Maß­nah­men aktiv  zu ergreifen sind.


Sofern es sich bei dem Stre­it nicht um ein Ver­braucher­pro­dukt, son­dern um eine gelieferte Anlage han­delt, soll­ten zunächst kaufmän­nis­che Betra­ch­tun­gen unter­nom­men wer­den. Ich kann auf mich als Anwalt stolz sein, wenn ich einen Prozess über 30.000.- Euro über zwei Instanzen hin­weg gewon­nen habe. Der Man­dant, der — spätestens nach Abschluss des Prozess­es — seinen größten Auf­tragge­ber ver­loren hat, wird die Sach­lage vielle­icht anders betra­cht­en.


Sofern zu Gun­sten des Man­dan­ten eine Pro­duk­thaftpflichtver­sicherung beste­ht, bedeutet dies nicht, dass der Schaden ganz oder auch nur teil­weise unter Ver­sicherungss­chutz fällt. So wird die Beschädi­gung von Mate­ri­alen, die der Auf­tragge­ber dem haftpflichtver­sicherten Auf­trag­nehmer beis­tellt, als Teil des nicht ver­sicherten Erfül­lungs­bere­ichs betra­chtet, was zur Folge hat, dass der Ver­sicher­er unter Umstän­den gar nichts bezahlt.


Für einen Anwalt ist es auch wichtig, die Risiken bei der Sachver­halt­saufk­lärung zu ken­nen und  auch diese fort­laufend neu zu bew­erten.



*Der Ref­er­ent ist als Recht­san­walt zuge­lassen von 1986 bis 1989 und dann wieder ab 2000. Zwis­chen­durch war er 11 Jahre in der ZüRICH Ver­sicherung, zulet­zt in der Abteilung „Indus­triekun­den-Haftpflicht-Schaden“ tätig.


Seine Tätigkeitss­chw­er­punk­te liegen in der:



  • Betreu­ung nationaler und inter­na­tionaler Großschä­den im Haftpflicht‑, Pro­duk­thaf­tungs- und Bauhaftpflichtrecht.

  • Abwehr von Ansprüchen nach Brand­schadens­fällen.

  • Klärung von Deck­ungs­fra­gen zu Betriebs- und Pro­duk­thaftpflicht­po­li­cen

  • Pro­duk­trück­ruf, Unter­stützung von Unternehmen bei Fällen, in denen eine Sicher­heitswar­nung oder ein Pro­duk­trück­ruf erforder­lich ist.


Zeit­pla­nung: (3 Pflicht­stun­den ohne Pausen)



  • 14.00 bis 17.30 Uhr (inkl. Pausen)


Tagung­sort:




Ref­er­ent: