(Kiel) Zum ord­nungs­ge­mä­ßen Betrieb eines Gewer­bes gehört u.a., dass der Gewer­be­trei­ben­de die mit der Gewer­be­aus­übung zusam­men­hän­gen­den steu­er­li­chen Zah­lungs- und Erklä­rungs­pflich­ten sowie auch die sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen erfüllt.

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf den Beschluss des Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Saar­lou­is (OVG) vom 21.6.2010, 3 A 384/09.

In dem Fall war einem Bau­un­ter­neh­mer von der zustän­di­gen Behör­de des Krei­ses die wei­te­re Aus­übung sei­nes Gewer­bes unter­sagt wor­den, weil er „nach dem Gesamt­bild sei­nes Ver­hal­tens nicht die Gewähr dafür bie­te, dass er sein oder ein ande­res Gewer­be künf­tig ord­nungs­ge­mäß betrei­ben wer­de“. Der Klä­ger hat­te zu dem Zeit­punkt bereits über Jah­re hin­weg erheb­li­che Ver­bind­lich­kei­ten gegen­über öffent­li­chen Kas­sen bzw. Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gern. Dar­über hin­aus war er seit 2004 sei­nen gesetz­li­chen Erklä­rungs­pflich­ten gegen­über der Finanz­ver­wal­tung nicht hin­rei­chend nach­ge­kom­men. Zudem hat­te er bei der Kreis­spar­kas­se Schul­den in Höhe von … EUR, so dass ins­ge­samt von einer Über­schul­dung des Klä­gers aus­ge­gan­gen wer­den konn­te.

Gegen die aus­ge­spro­che­ne Gewer­be­un­ter­sa­gung hat­te der Betrof­fe­ne beim Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des geklagt, das die Gewer­be­un­ter­sa­gung jedoch bestä­tig­te. Der Antrag des Klä­gers auf Zulas­sung der Beru­fung gegen die­ses Urteil wur­de nun durch Beschluss  des OVG Saar­lou­is zurück­ge­wie­sen, betont Gie­se­ler.

Aus­ge­hend von der fest­ge­stell­ter Sach­la­ge sei die Fest­stel­lung einer gewer­be­recht­li­chen Unzu­ver­läs­sig­keit gerecht­fer­tigt gewe­sen, denn zum ord­nungs­ge­mä­ßen Betrieb eines Gewer­bes gehö­re u .a. auch — wie bereits im Beschluss des Senats vom 29.4.2009 — 3 D 280/09 — aus­ge­führt, dass der Gewer­be­trei­ben­de die mit der Gewer­be­aus­übung zusam­men­hän­gen­den steu­er­li­chen Zah­lungs- und Erklä­rungs­pflich­ten sowie auch die sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­li­chen Ver­pflich­tun­gen erfül­le. Dem sei der Klä­ger jah­re­lang unzu­rei­chend nach­ge­kom­men. Auch ein trag­fä­hi­ges Sanie­rungs­kon­zept sei ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Klä­gers zum maß­geb­li­chen Zeit­punkt der Ent­schei­dung über den Wider­spruch gegen die Gewer­be­un­ter­sa­gung eben­falls nicht erkenn­bar gewe­sen. Bereits die eige­ne For­mu­lie­rung des Klä­gers in sei­nem Beru­fungs­zu­las­sungs­an­trag vom 13.8.2009, wonach sein Kon­zept ersicht­lich in der Ver­ein­ba­rung von Raten­zah­lun­gen „nach Maß­ga­be sei­ner finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten“ lie­ge, spre­che dage­gen, dass zum Zeit­punkt der Ent­schei­dung des Kreis­rechts­aus­schus­ses ein kon­kre­ter, erfolg­ver­spre­chen­der Ent­schul­dungs­plan vor­han­den war und auch ent­spre­chend ziel­stre­big ver­folgt wur­de.

Gie­se­ler mahn­te, dies zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de

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