(Brühl) Das Inter­net boomt! Jed­er, der etwas auf sich hält, seien es Unternehmen, Insti­tu­tio­nen oder Behör­den, in zunehmenden Masse aber auch Pri­vat­per­so­n­en, ver­fügt inzwis­chen über eine eigene Inter­net­seite. Der Gestal­tungsvielfalt sind dabei eben­falls kaum Gren­zen geset­zt. Alles, was der Aufw­er­tung der Home­page dient, wird ins Netz gestellt. Häu­fig wird dabei auch auf bere­its im Inter­net „vorhan­denes Mate­r­i­al“ wie Bilder, Texte, Grafiken u. a. zurück­ge­grif­f­en.

Dies, so warnt die Ham­burg­er Fachan­wältin für Urhe­ber- und Medi­en­recht Karin Scheel-Pöt­zl von der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Brühl, kann jedoch schnell recht teuer wer­den, denn: Fast alle im Inter­net auffind­baren Bilder, Texte und Grafiken  sind urhe­ber­rechtlich geschützt. Das „Tück­ische“ dabei: Selb­st ver­meintlich unschein­bare Fotos, die gern zur „Auf­päp­pelung“ der eige­nen Home­page ver­wandt wer­den, wie „der Kon­feren­ztisch mit zwölf Stuehlen“,  „der Blick aus dem Büro­fen­ster“ oder „die Sekretärin, die dem Chef fre­undlich lächel­nd eine Akte reicht“, sind in der Regel von  Fotoa­gen­turen, dem Fotografen oder anderen Berechtigten urhe­ber­rechtlich geschützt. Als Folge, so die Urhe­ber- und Medi­en­recht­sex­per­tin, dro­hen dem unbefugten Nutzer eine Abmah­nung oder gar eine Klage auf Unter­las­sung und Schaden­er­satz. Wer nach dem Mot­to han­dele, „wo kein Kläger, da kein Richter“ sehe sich häu­fig schnell getäuscht, da sich inzwis­chen ganze Fir­men darauf spezial­isiert seien, das gesamte Inter­net sys­tem­a­tisch nach Urhe­ber­rechts- und Wet­tbe­werb­srechtsver­let­zun­gen zu durch­suchen. Die Anzahl der entsprechen­den Abmah­nun­gen wegen unbefugter Benutzung von Foto- oder anderem geschützten Mate­r­i­al  habe dadurch inzwis­chen drastisch zugenom­men, betont die Scheel-Pöt­zl. Denn nicht nur Fotos seien urhe­ber­rechtlich geschützt. Ins­beson­dere auch im Inter­net auffind­bare Texte, Beschrei­bun­gen, Grafiken, Lin­klis­ten, Karten­ma­te­r­i­al o. a. seien in der Regel urhe­ber­rechtlich geschützt und kön­nten bei miss­bräuch­lich­er Nutzung schnell zu densel­ben Kon­se­quen­zen führen. Der Rat der Exper­tin: Auch wenn die Ver­suchung noch so groß ist, irgen­det­was „Fer­tiges“ aus dem Netz fuer eigene Zwecke herun­terzu­laden, greifen Sie beim Auf­bau der Home­page lieber auf eigenes Foto- und Text­ma­te­r­i­al zurück, oder holen bei der Ver­wen­dung frem­den Mate­ri­als vor­ab zumin­d­est eine Ein­willi­gung des Rechtsin­hab­ers ein. In Zweifels­fra­gen sollte vor ein­er Nutzung immer erst der Recht­srat durch einen auf Urhe­ber- und Medi­en­recht spezial­isierten Anwalt oder Anwältin einge­holt wer­den. Dies sei alle­mal erhe­blich gün­stiger als ein kosten­in­ten­siv­er später­er Rechtsstre­it!



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Karin Scheel-Poet­zl
Recht­san­waeltin
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