(Kiel) Das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen hat sei­ne Recht­spre­chung zum staat­li­chen Glücks­spiel­mo­no­pol geän­dert.

Unter Berück­sich­ti­gung aktu­el­ler Urtei­le des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on und des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts hat die 6. Kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts in einem am 6. Juli 2011 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss vom 17. Juni 2011 — (Az.: 6 L 495/10) ent­schie­den, so der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, dass das staat­li­che Mono­pol euro­pa­rechts­wid­rig sei.

Eine unter Beru­fung auf das Staats­mo­no­pol von der Stadt Hückel­ho­ven erlas­se­ne Ord­nungs­ver­fü­gung gegen einen Sport­wet­ten­ver­mitt­ler wur­de für rechts­wid­rig erklärt und die auf­schie­ben­de Wir­kung der Kla­ge des Sport­wet­ten­ver­mitt­lers ange­ord­net.

Wie ande­re erst­in­stanz­li­che Ver­wal­tungs­ge­rich­te hält auch das Aache­ner Gericht das staat­li­che Glücks­spiel­mo­no­pol nur dann für euro­pa­rechts­kon­form, wenn es in Gän­ze eine sys­te­ma­ti­sche Bekämp­fung der Spiel­sucht und der mit Glücks­spie­len ver­bun­de­nen Kri­mi­na­li­tät vor­se­he. Dar­an feh­le es der­zeit. Unter Beru­fung auf ein Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Gel­sen­kir­chen vom April 2011 ver­weist das Gericht dar­auf, dass die Zahl der Geld­spiel­ge­rä­te in den letz­ten Jah­re erheb­lich gestie­gen sei und sich die Lot­to­ge­sell­schaf­ten nicht an die vor­ge­ge­be­nen Wer­be­be­schrän­kun­gen gehal­ten hät­ten.

Das Aache­ner Ver­wal­tungs­ge­richt merkt aus­drück­lich an, dass es nicht die Rechts­an­sicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nord­rhein-West­fa­len teilt. Die­ses hält Ord­nungs­ver­fü­gun­gen der vor­lie­gen­den Art unge­ach­tet ihrer mög­li­chen Euro­pa­rechts­wid­rig­keit für recht­mä­ßig, weil die Ver­mitt­lung von Sport­wet­ten der Erlaub­nis bedür­fe und die­se nicht erteilt wor­den sei. Für die Aache­ner Rich­ter muss der Sport­wet­ten­ver­mitt­ler hin­ge­gen die Unter­sa­gungs­ver­fü­gung der Stadt Hückel­ho­ven der­zeit nicht beach­ten. Der Beschluss ist rechts­kräf­tig

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, die wei­te­re Ent­wick­lung zu beach­ten und in ver­wal­tungs­recht­li­chen Ange­le­gen­hei­ten ggfs. recht­zei­tig um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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