(Kiel) Feu­er­stät­ten­be­schei­de nach dem ab dem 1. Janu­ar 2013 gel­ten­den neu­en Schorn­stein­fe­ger­recht kön­nen bereits in der der­zei­ti­gen Über­gangs­zeit erlas­sen wer­den.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das am 14.04.2011 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts (VG) Aachen vom 15.03.2011, Az.: 3 K 761/10.


Die end­gül­ti­ge Auf­he­bung des Schorn­stein­fe­ger­mo­no­pols zum 1. Janu­ar 2013 hat zur Fol­ge, dass Haus- und Woh­nungs­ei­gen­tü­mer selbst für die Rei­ni­gung ihrer Kami­ne ver­ant­wort­lich sind. Dem Bezirks­schorn­stein­fe­ger fällt zukünf­tig die Auf­ga­be zu, für jeden Haus­halt einen soge­nann­ten “Feu­er­stät­ten­be­scheid” zu erlas­sen. In die­sem Bescheid wird ver­bind­lich gere­gelt, wel­che Schorn­stein­fe­ger­ar­bei­ten not­wen­dig sind. Mit der Durch­füh­rung der Arbei­ten kann der Eigen­tü­mer dann jeden deut­schen Schorn­stein­fe­ger oder auch einen Hand­wer­ker aus ande­ren EU-Staa­ten beauf­tra­gen.


Die Rich­ter des Ver­wal­tungs­ge­richts ent­schie­den nun­mehr, so Hün­lein, dass bereits vor dem 1. Janu­ar 2013 — in der der­zeit gel­ten­den Über­gangs­pha­se — ein Feu­er­stät­ten­be­scheid erlas­sen wer­den kann. Erst die­ser Bescheid ver­set­ze den Haus- oder Woh­nungs­ei­gen­tü­mer in die Lage, einen Schorn­stein­fe­ger (aus Deutsch­land oder ande­ren EU-Staa­ten) frei zu wäh­len. Der Erlass des Feu­er­stät­ten­be­scheid die­ne damit der effek­ti­ven Ver­wirk­li­chung der euro­päi­schen Dienst­leis­tungs­frei­heit. Die­ses Ziel lie­ge der Neu­re­ge­lung des Schorn­stein­fe­ger­rechts zugrun­de.


Das Gericht hat wegen der grund­sätz­li­chen Bedeu­tung der Sache die Beru­fung zuge­las­sen. Falls Beru­fung ein­ge­legt wird, muss das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len in Müns­ter in der Sache ent­schei­den.


Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, die Ent­schei­dung und einen etwai­gen Fort­gang zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies. 


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