(Kiel) Die 6. Kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen hat soeben im vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren ent­schie­den, dass Stra­ßen­be­nut­zer kei­nen Anspruch dar­auf haben, auf wel­che Wei­se die Gemein­de ihrer Pflicht zur Stra­ßen­rei­ni­gung ein­schließ­lich Win­ter­war­tung nach­kommt.

Dar­auf ver­weist der Frank­fur­ter Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht Klaus Hün­lein von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf den am 05.01.2011 ver­öf­fent­lich­ten Beschluss des Ver­wal­tungs­ge­richts (VG) Aachen — 6 L 539/10.

Die Antrag­stel­ler begehr­ten von der Stadt Schlei­den, die vor ihrem Grund­stück ver­lau­fen­de Stra­ße mit Salz oder einem Lava­ge­misch zu streu­en. Das Gericht ver­wies dar­auf, dass das Stra­ßen- und Wege­ge­setz des Lan­des zwar den Gemein­den eine Rei­ni­gungs­pflicht für bestimm­te Stra­ßen auf­er­legt und sie zudem dazu anhält, bei Schnee und Eis­glät­te zu räu­men und zu streu­en.

Die­ser objek­ti­ven Pflicht ste­he jedoch kein ein­klag­ba­rer Anspruch des Stra­ßen­be­nut­zers bzw. Anlie­gers auf ord­nungs­ge­mä­ße Erfül­lung gegen­über. Erst wenn bei Nicht­er­fül­lung der Pflicht der Ein­zel­ne zu Scha­den kom­me, kön­ne der Betrof­fe­ne einen Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen die Gemein­de gel­tend machen.

Eine kon­kre­te Gefahr für Leib oder Leben von Stra­ßen­be­nut­zern, die die Gemein­de aus­nahms­wei­se zu einem unver­züg­li­chen Ein­schrei­ten ver­pflich­tet hät­te, ver­moch­te die Kam­mer im vor­lie­gen­den Fall nicht zu erken­nen. Gegen den Beschluss kann Beschwer­de beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Müns­ter ein­ge­legt wer­den.

Rechts­an­walt Hün­lein emp­fahl, dies zu beach­ten und in Zwei­fels­fäl­len um recht­li­chen Rat nach­zu­su­chen, wozu er u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te/-innen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e.V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.

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Klaus Hün­lein
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