(Kiel)  Das Ver­wal­tungs­ge­richt Düs­sel­dorf hat am 27.11.2009 den Eil­an­trag der Stadt Duis­burg gegen die kom­mu­nal­auf­sicht­li­che Anord­nung der Bezirks­re­gie­rung Düs­sel­dorf abge­lehnt, für Geschwis­ter­kin­der für den Besuch von Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen wie­der eine Bei­trags­pflicht in Höhe von 25 % des für das 1. Kind zu zah­len­den Betra­ges vor­zu­se­hen, wie sie bis zum 31. Juli 2009 galt.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das am 27.11.2009 ver­öf­fent­lich­ten Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts (VerwG) Düs­sel­dorf vom 27.11.2009, 1 L 1700/09.


Zur Begrün­dung führ­te das Ver­wal­tungs­ge­richt unter Hin­weis auf die Recht­spre­chung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in Müns­ter aus, so Disch­ke:


Die kom­mu­nal­auf­sicht­li­che Anord­nung der Bezirks­re­gie­rung erwei­se sich bei vor­läu­fi­ger Prü­fung als recht­mä­ßig. Die Stadt Duis­burg ver­fü­ge seit Jah­ren über kein geneh­mig­tes Haus­halts­si­che­rungs­kon­zept mehr, sei inzwi­schen über­schul­det und gehö­re lan­des­weit zu den Kom­mu­nen mit der höchs­ten Pro-Kopf-Ver­schul­dung. In solch einer pre­kä­ren finan­zi­el­len Situa­ti­on sei eine Gemein­de nach den haus­halts­wirt­schaft­li­chen Rege­lun­gen der Gemein­de­ord­nung ver­pflich­tet, im ver­tret­ba­ren Rah­men Ein­nah­me­mög­lich­kei­ten wahr­zu­neh­men.


Das habe der Rat nicht beach­tet, als er eine neue, zum 1. August 2009 in Kraft getre­te­ne Bei­trags­sat­zung beschlos­sen habe, die die bis dahin gel­ten­de 25 %-ige Bei­trags­pflicht für Geschwis­ter­kin­der abschaff­te. Des­halb habe die Bezirks­re­gie­rung im Wege der Kom­mu­nal­auf­sicht ein­schrei­ten dür­fen. Da die Rege­lung auch frü­her in Duis­burg galt und die auf ein Vier­tel des für das 1. Kind ent­ste­hen­den Betra­ges ermä­ßig­ten Bei­trä­ge sich an den Ein­kom­mens­ver­hält­nis­sen der Fami­lie ori­en­tier­ten, sei nicht erkenn­bar, dass Geschwis­ter­kind­bei­trä­ge von 7,50 Euro (in der Ein­kom­mens­grup­pe bis 20.000 Euro) bis 78,75 Euro monat­lich (in der Ein­kom­mens­grup­pe über 75.000 Euro) unzu­mut­bar sei­en. Für Eltern mit einem Jah­res­ein­kom­men bis 15.000 Euro sei die Inan­spruch­nah­me eines Kin­der­gar­ten­plat­zes auch für Geschwis­ter­kin­der wei­ter­hin bei­trags­frei.


Gegen die Ent­schei­dung ist die Beschwer­de beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len mög­lich.


Disch­ke mahn­te, das Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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