(Kiel)  Mit einem soeben ver­öf­fent­lich­ten Urteil hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen den Bau einer Wind­ener­gie­an­la­ge in Bochum gestoppt.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf das am 2.12.2009 bekannt gege­be­ne Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts (VerwG) Gel­sen­kir­chen, Az.: 8 K 2882/09.


Die Kla­ge einer Nach­ba­rin gegen die Geneh­mi­gung für ein in Bochum-Ger­t­he im Bau befind­li­ches Wind­rad hat­te Erfolg, betont Disch­ke.


Die­se hat­te bereits im Spät­som­mer ver­sucht, im Wege des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes den Bau der Wind­kraft­an­la­ge zu ver­hin­dern. Nach­dem ihr Antrag in der ers­ten Instanz durch die 8. Kam­mer des Ver­wal­tungs­ge­richts Gel­sen­kir­chen mit Beschluss vom 22. Sep­tem­ber 2009 — 8 L 808/09 — zunächst abge­lehnt wur­de, war ihre Beschwer­de beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein — West­fa­len in Müns­ter (OVG) sodann erfolg­reich (Beschluss vom 6. Novem­ber 2009 — 8 B 1473/09).


Das Ver­wal­tungs­ge­richt Gel­sen­kir­chen hat nun­mehr im Haupt­sa­che­ver­fah­ren ihre im vor­läu­fi­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren geäu­ßer­te Ein­schät­zung wegen des rechts­staat­li­cher­seits gebo­te­nen Respekts gegen­über der in der Beschwer­de­ent­schei­dung des OVG erfolg­ten Bewer­tung auf­ge­ge­ben, so Disch­ke.


Die Kam­mer geht nun­mehr davon aus, dass die vom OVG ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze zur opti­schen Bedrän­gungs­wir­kung von Wind­ener­gie­an­la­gen vor­lie­gend unein­ge­schränkt anzu­wen­den sind, so dass Wind­ener­gie­an­la­gen, die — wie vor­lie­gend — weni­ger als das Zwei­fa­che ihrer Gesamt­hö­he von benach­bar­ter Wohn­be­bau­ung ent­fernt sind, grund­sätz­lich gegen das Gebot der Rück­sicht­nah­me ver­sto­ßen. Das Ange­bot der Stadt Bochum, auf einem benach­bar­ten Grund­stück zur Abschir­mung der opti­schen Ein­drü­cke der Wind­ener­gie­an­la­ge Bau­man­pflan­zun­gen vor­zu­neh­men, war für die Ent­schei­dung der Kam­mer uner­heb­lich, da Streit­ge­gen­stand des anhän­gi­gen Ver­fah­rens allein die erteil­te Geneh­mi­gung des Wind­ra­des gewe­sen ist, in der jedoch kei­ne Anpflan­zun­gen vor­ge­se­hen sind.


Disch­ke mahn­te, die­se Grund­sät­ze zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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