(Kiel)  Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat am 01.09.2009 ent­schie­den, dass die Waf­fen­be­hör­de berech­tigt ist, von dem Inha­ber einer waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis für die alle drei Jah­re statt­fin­den­de Regel­über­prü­fung sei­ner Zuver­läs­sig­keit und per­sön­li­chen Eig­nung eine Gebühr zu ver­lan­gen. (Az.: BVerwG 6 C 30.08)

Dar­auf ver­weist der Nürn­ber­ger Steu­er­fach­an­walt Dr. Nor­bert  Gie­se­ler, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf das am 01.09.2009 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts.

Eine nie­der­säch­si­sche Waf­fen­be­hör­de hat­te im Früh­jahr 2006 die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Regel­über­prü­fung auf Zuver­läs­sig­keit und per­sön­li­che Eig­nung des Klä­gers vor­ge­nom­men und die­se bejaht. Für die­se ohne sei­ne Mit­wir­kung vor­ge­nom­me­ne Amts­hand­lung ver­lang­te die Behör­de von ihm eine Gebühr von 25,56 €. Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat der Kla­ge gegen den Gebüh­ren­be­scheid statt­ge­ge­ben. Auf die Sprung­re­vi­si­on der Beklag­ten hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt das Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts auf­ge­ho­ben und die Kla­ge abge­wie­sen, betont Gie­se­ler.

Rechts­grund­la­ge für den Gebüh­ren­be­scheid ist Abschnitt III Nr. 1 des Gebüh­ren­ver­zeich­nis­ses zur Waf­fen­kos­ten­ver­ord­nung. Danach wer­den für sons­ti­ge Amts­hand­lun­gen, ins­be­son­de­re Prü­fun­gen und Unter­su­chun­gen, die auf Ver­an­las­sung des Gebüh­ren­schuld­ners vor­ge­nom­men wer­den, Gebüh­ren erho­ben. Gebüh­ren­recht­li­cher Ver­an­las­ser ist auch der­je­ni­ge, in des­sen Pflich­ten­kreis die Amts­hand­lung vor­ge­nom­men wird. Den Inha­ber einer waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis trifft die Pflicht, sich so zu ver­hal­ten, dass kei­ne Zwei­fel an sei­ner Zuver­läs­sig­keit und per­sön­li­chen Eig­nung auf­kom­men. Wegen die­ser an die Gefähr­lich­keit von Waf­fen anknüp­fen­den Pflich­ten­stel­lung des Erlaub­nis­in­ha­bers fällt auch die Über­prü­fung sei­ner Zuver­läs­sig­keit und per­sön­li­chen Eig­nung in sei­nen Ver­ant­wor­tungs­be­reich und wird von ihm im Sin­ne des Gebüh­ren­tat­be­stands ver­an­lasst.

Gie­se­ler mahn­te, das Urteil zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de

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