(Kiel) Wirbt ein Unter­neh­men damit, dass es beson­ders “auto­ri­siert” ist, so ist dies bereits dann wett­be­werbs­wid­rig, wenn aus der Wer­bung nicht her­vor­geht, vom wem die­se Auto­ri­sie­rung stammt. 

Hier­auf ver­weist der Düs­sel­dor­fer Rechts­an­walt Mathi­as Zim­mer-Goertz von der Kanz­lei Bei­ten Burk­hardt und Mit­glied der DASV — Deut­schen Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. unter Hin­weis auf das am 29. Juli 2010 ver­öf­fent­lich­te Urteil des Bran­den­bur­gi­schen OLG vom 13.07.2010 (Az. 6 U 58/09).

In dem ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Unter­neh­mer, der von Ver­brau­chern Alt­gold ankauft, in Zei­tungs­an­zei­gen damit gewor­ben, er sei eine “auto­ri­sier­te Gold­ver­wer­tungs-Agen­tur”. Der auf Unter­las­sung in Anspruch genom­me­ne Anbie­ter berief sich dies­be­züg­lich dar­auf, dass er auf­grund eines Agen­tur-Ver­tra­ges den Ankauf von Edel­me­tal­len im Namen und für Rech­nung eines ande­ren Unter­neh­mens durch­führt und damit von die­sem Drit­ten ent­spre­chend auto­ri­siert sei.

Nach Ansicht der Rich­ter wird der Hin­weis auf eine Auto­ri­sie­rung von der ange­spro­che­nen Ziel­grup­pe regel­mä­ßig dahin­ge­hend ver­stan­den, dass der Wer­ben­de gewis­se Stan­dards ins­be­son­de­re in Bezug auf Qua­li­tät und Aus­bil­dung ein­hält und die Beach­tung die­ser Stan­dards durch die auto­ri­sie­ren­de Stel­le auch kon­trol­liert wird. In die­sem Fall muss für die Ver­brau­cher aber auch deut­lich sein, wer die­se auto­ri­sie­ren­de Stel­le ist.

Dies ist nach Ansicht von Rechts­an­walt Zim­mer Goertz auch sach­ge­recht: “Erst wenn der Kun­de weiß, von wem eine bewor­be­ne Auto­ri­sie­rung erteilt wur­de, kann er beur­tei­len, ob es sich dabei, wie zum Bei­spiel bei einer vom Kfz-Her­stel­ler auto­ri­sier­ten Ver­trags­werk­statt, tat­säch­lich um ein Güte­sie­gel han­delt und bes­se­re Qua­li­täts­stan­dards gewähr­leis­tet.”

Aus die­sem Grun­de sahen die Rich­ter in dem ent­schie­de­nen Fall eine wett­be­werbs­wid­ri­ge Irre­füh­rung schon dadurch gege­ben, dass in der Wer­bung nicht zwei­fels­frei erkenn­bar war, von wem die Gold­ver­wer­tungs-Agen­tur ihre Auto­ri­sie­rung ablei­te­te.

Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz weist in die­sem Zusam­men­hang dar­auf hin, dass bei Wer­be­maß­nah­men immer dann beson­de­re Sorg­falt gebo­ten ist, wenn mit Emp­feh­lun­gen, Aus­zeich­nun­gen oder Test­ur­tei­len gewor­ben wird: “Wann immer durch Ver­weis auf der­ar­ti­ge Qua­li­täts­merk­ma­le das Ver­trau­en des Kun­den erlangt wer­den soll, müs­sen dem Kun­den genug Infor­ma­tio­nen an die Hand gege­ben wer­den, damit er deren Bedeu­tung und Wert für sich ein­schät­zen kann.” 

Vor die­sem Hin­ter­grund emp­fiehlt sich bei sol­cher Wer­bung schon im Vor­feld eine enge Zusam­men­ar­beit mit einem ent­spre­chend spe­zia­li­sier­ten Rechts­an­walt. Dies­be­züg­lich ver­weist Rechts­an­walt Zim­mer-Goertz u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. www.mittelstands-anwaelte.de

Für Rück­fra­gen steht Ihnen zur Ver­fü­gung:

Mathi­as Zim­mer-Goertz
Rechts­an­walt
BEITEN BURKHARDT Rechts­an­walts­ge­sell­schaft mbH

Uer­din­ger Stra­ße 90
40474 Düs­sel­dorf 
Tele­fon: 0211/518989–129
Fax: 0211/518989–29
eMail: Mathias.Zimmer-Goertz@bblaw.com 
www.beitenburkhardt.com