(Kiel) Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt (BSG) hat am 02. Sep­tem­ber 2009 noch nicht abschlie­ßend ent­schei­den kön­nen, ob Ärz­te mit der Gebiets­be­zeich­nung “Herz­chir­ur­gie” für die­ses medi­zi­ni­sche Fach­ge­biet zur ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung zuge­las­sen wer­den kön­nen.

Dar­auf ver­weist der Kie­ler Rechts­an­walt Jens Klar­mann, Lan­des­re­gio­nal­lei­ter „Schles­wig-Hol­stein“ der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die Mit­tei­lung des Bun­deso­zi­al­ge­richts vom 03. Sep­tem­ber 2009, Az:  B 6 KA 35/08 R. 


Der für das Ver­trags­arzt­recht zustän­di­ge 6. Senat ist der Auf­fas­sung des LSG Nord­rhein-West­fa­len nicht gefolgt, wonach die betrof­fe­nen Ärz­te allein wegen des Abschlus­ses ihrer Wei­ter­bil­dung auf dem Gebiet der Herz­chir­ur­gie zuge­las­sen wer­den müs­sen.


Zur ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung zuge­las­sen wer­den nur Ärz­te, deren Fach­ge­biet Bestand­teil der ver­trags­ärzt­li­chen Ver­sor­gung ist. Die­se beinhal­tet die ambu­lan­te ärzt­li­che Ver­sor­gung der Ver­si­cher­ten. Nur wenn fest­steht, dass Leis­tun­gen auf dem Gebiet der Herz­chir­ur­gie in rele­van­tem Umfang ambu­lant und nicht nur im Kran­ken­haus erbracht wer­den kön­nen, kommt eine Zulas­sung der Herz­chir­ur­gen in Betracht. Im Mit­tel­punkt des  Fach­ge­bie­tes der Herz­chir­ur­gie ste­hen Ope­ra­tio­nen; ob die­se schon gegen­wär­tig in grö­ße­rem Umfang ambu­lant erbracht wer­den kön­nen und unter Beach­tung von Qua­li­täts­si­che­rungs­be­lan­gen erbracht wer­den dür­fen, steht nicht fest. Die dazu erfor­der­li­chen Fest­stel­lun­gen muss das LSG in Essen nach­ho­len, an das die bei­den Ver­fah­ren zurück­ver­wie­sen wor­den sind.


Klar­mann emp­fahl, dies zu beach­ten und ggfs. recht­li­chen Rat in Anspruch zu neh­men, wobei er dabei u. a. auch auf die DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de – ver­wies.


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Jens Klar­mann
Rechts­an­walt
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