1. Ein Arbeit­ge­ber, der eine Kündi­gung vor einem Betrieb­süber­gang aus­ge­sprochen hat, kann auf­grund des Ver­lustes der Arbeit­ge­ber­stel­lung einen Auflö­sungsantrag nicht mehr stellen, wenn der Auflö­sungszeit­punkt zeitlich nach dem Betrieb­süber­gang liegt.
2. Der Erwer­ber eines Betriebs kann dem zwis­chen Veräußer­er und Arbeit­nehmer geführten Bestandss­chutzver­fahren auch dann nicht zur Stel­lung eines eige­nen Auflö­sungsantrages beitreten, wenn der Betrieb­sveräußer­er sein­er­seits wegen des Ver­lustes der Arbeit­ge­ber­stel­lung keinen Auflö­sungsantrag stellen kann.
3. Der Anspruch auf Weit­erbeschäf­ti­gung nach Obsiegen im Kündi­gungss­chutzver­fahren muss für die Zeit nach dem Betrieb­süber­gang gegenüber dem Erwer­ber des Betriebs gel­tend gemacht wer­den. Der Betrieb­sveräußer­er ist nicht in entsprechen­der Anwen­dung von § 265 Abs. 2 Satz 1 ZPO weit­er­hin prozess­führungs­befugt.

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