BGH, Beschluss vom 24.06.2020, AZ VIII ZR64/19

Beruft sich der Mieter im Räu­mung­sprozess darauf, die Beendi­gung des Miet-ver­hält­niss­es stelle für ihn eine unzu­mut­bare Härte dar (§574 Abs.1 Satz1 BGB) und trägt er zu seinen dies­bezüglich gel­tend gemacht­en gesund­heitlichen Beein­träch­ti­gun­gen sub­stan­ti­iert sowie unter Vor­lage aus­sagekräftiger fachärztlich­er Atteste vor, ver­stößt die Nichtein­hol­ung eines Sachver­ständi­gengutacht­ens zum Gesund­heit­szu­s­tand des Mieters sowie zu der Art, dem Umfang und den konkreten Auswirkun­gen sein­er ‑behaupteten ‑Erkrankun­gen auf die Lebens­führung im All­ge­meinen und im Falle des Ver­lusts der ver­traut­en Umge­bung regelmäßig gegen das Gebot rechtlichen Gehörs (Art.103 Abs. 1 GG; im Anschluss an Sen­at­surteile vom 22. Mai 2019 ‑VIII ZR 180/18, BGHZ 222, 133, Rn. 31, 44 und VIII ZR 167/17, NJW-RR 2019, 972 Rn. 38).

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