, Beschluss vom 31.01.2018

a) Einen vom Insol­venz­ver­wal­ter zur Dar­le­gung der Zah­lungs­un­fä­hig­keit des Schuld­ners gemäß § 17 Abs 2 Satz 1 InsO auf­ge­stell­ten Liqui­di­täts­sta­tus, der auf den Anga­ben aus der Buch­hal­tung des Schuld­ners beruht, kann der Geschäfts­füh­rer nicht mit der pau­scha­len Behaup­tung bestrei­ten, die Buch­hal­tung sei nicht ord­nungs­ge­mäß geführt wor­den. Er hat viel­mehr im Ein­zel­nen vor­zu­tra­gen und ggf. zu bewei­sen, wel­che der in den Liqui­di­täts­sta­tus ein­ge­stell­ten Ver­bind­lich­kei­ten trotz ent­spre­chen­der Ver­bu­chung zu den ange­ge­be­nen Zeit­punk­ten nicht fäl­lig und ein­ge­for­dert
gewe­sen sein sol­len.

b) Bei der Fest­stel­lung der Zah­lungs­un­fä­hig­keit gemäß § 17 Abs. 2 Satz 1 InsO anhand einer Liqui­di­täts­bi­lanz sind auch die inner­halb von drei Wochen nach dem Stich­tag fäl­lig wer­den­den und ein­ge­for­der­ten Ver­bind­lich­kei­ten (sog. Pas­sivaII) ein­zu­be­zie­hen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=Aktuell&Sort=12288&nr=80774&pos=12&anz=517