, Beschluss vom 11.07.2019

1. Gro­be Belei­di­gun­gen in Form ausländerfeindlicher/rassistischer Äuße­run­gen sowohl in ver­ba­ler Form als auch im Rah­men eines Whats­App-Ver­kehrs kön­nen einen Grund zur frist­lo­sen Kün­di­gung des Arbeits­ver­hält­nis­ses dar­stel­len.

2. Der Grund­satz der Ver­hält­nis­mä­ßig­keit steht einer ent­spre­chen­den Kün­di­gung auch bei kurz zuvor abge­schlos­se­nem Alters­teil­zeit­ver­trag nicht zwin­gend ent­ge­gen.

3. Im Abschluss eines Alters­teil­zeit­ver­tra­ges zeit­lich kurz vor Aus­spruch der Kün­di­gung ist jeden­falls dann, wenn kei­ne abschlie­ßen­de Kennt­nis des Kün­di­gungs­be­rech­tig­ten über die Kün­di­gungs­tat­sa­chen bestand, auch kein Kün­di­gungs­ver­zicht zu sehen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen: http://lrbw.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=bw&GerichtAuswahl=Arbeitsgerichte&Art=en&Datum=2019&nr=28394&pos=5&anz=25