a)Das Recht des einzel­nen Gesellschafters, im Wege der actio pro socio gegen einen Mit­ge­sellschafter vorzuge­hen, ist beschränkt durch die Grund­sätze der gesell-schaft­srechtlichen Treuepflicht und kann sich unter diesem Blick­winkel nach den konkreten Gesellschaftsver­hält­nis­sen, zu denen auch das Ver­hal­ten des sich auf die Befug­nis berufend­en Gesellschafters gehört, als rechtsmiss­bräuch­lich darstellen (Anschluss an BGH, Beschluss vom 26.April 2010 ‑IIZR69/09, ZIP 2010, 1232 Rn.3; Urteil vom 13.Mai 1985 ‑IIZR170/84, NJW1985, 2830, 2831; Urteil vom 27.Juni 1957 ‑II ZR 15/56, BGHZ 25, 47, 50).

b)Die eigene zeit­gle­iche Klager­he­bung eines Gesellschafters ein­er Kom­man­dit­ge­sellschaft zusam­men mit der Gesellschaft gegen einen Mit­ge­sellschafter, die lediglich die Kosten der Durch­set­zung der Sozialverpflich­tung erhöht, kann gegen die gesell-schaft­srechtliche Treuepflicht ver­stoßen.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/recht…