Im Arzthaf­tung­sprozess wird die erweit­erte ‑sekundäre ‑Dar­legungslast der Behand­lungs­seite aus­gelöst, wenn die primäre Dar­legung des Kon­flik­t­stoffs durch den Patien­ten den insoweit gel­tenden maßvollen Anforderun­gen genügt und die Ver­mu­tung eines fehler­haften Ver­hal­tens der Behand­lungs­seite auf­grund der Fol­gen für ihn ges­tat­tet, während es dieser möglich und zumut­bar ist, den Sachver­halt näher aufzuk­lären. Let­zteres wird bei der Behaup­tung eines Hygien­ev­er­stoßes regelmäßig der Fall sein. Für das Aus­lösen der sekundären Dar­legungslast ist nicht Voraus­set­zung, dass der Patient konkrete Anhalt­spunk­te für einen Hygien­ev­er­stoß vorträgt (Fort­führung Sen­at, Beschluss vom 25. Juni2019 ‑VI ZR 12/17, NJW-RR 2019, 1360).

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