(Kiel) In zwei Eil­ver­fahren der Fir­ma Apple Inc., Cuper­ti­no, Kalifornien/USA, zum einen gegen die Sam­sung Elec­tron­ics GmbH, Schwal­bach, um das “Galaxy Tab 10.1 N” und zum anderen gegen die Sam­sung Elec­tron­ics Co. Ltd., Süd­ko­rea, um das “Galaxy Tab 7.7” hat der 20. Zivilse­n­at des Ober­lan­des­gerichts am 24.07.2012 den Ver­trieb des „Galaxy Tab 7.7″ in der Europäis­chen Union (außer Deutsch­land) ver­boten, den Ver­trieb des “Galaxy Tab 10.1. N” aber erlaubt.

Darauf ver­weist der Frank­furter Recht­san­walt und Fachan­walt für gewerblichen Rechtss­chutz Dr. Jan Felix Ise­le von der Kan­zlei DANCKELMANN UND KERST, Vizepräsi­dent der DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. mit Sitz in Kiel, unter Hin­weis auf die entsprechende Mit­teilung des Ober­lan­des­gerichts (OLG) Düs­sel­dorf vom 24.07.2012 zu seinen Urteilen vom sel­ben Tage, “Galaxy Tab 10.1 N”, Az.: I‑20 U 35/12 und “Galaxy Tab 7.7”, Az. I‑20 W 141/11.

Hin­sichtlich des “Galaxy Tab 10.1 N” hat der Sen­at die landgerichtliche Entschei­dung bestätigt, wonach das gegenüber dem “Galaxy 10.1” verän­derte Gerät das Apple-“iPad” wed­er uner­laubt nachahme noch das Apple-Gemein­schafts­geschmacksmuster ver­let­ze.

Hin­sichtlich des “Galaxy Tab 7.7” ist der Sen­at davon aus­ge­gan­gen, so Dr. Ise­le, dass Sam­sung das Apple-Gemein­schafts­geschmacksmuster ver­let­ze und hat daher auch der kore­anis­chen Mut­terge­sellschaft einen Ver­trieb des “Galaxy Tab 7.7” in der europäis­chen Union (außer Deutsch­land) ver­boten. Das Landgericht Düs­sel­dorf hat­te am 24.10.2011 bere­its der deutschen Tochter einen entsprechen­den Ver­trieb unter­sagt. Das Landgericht hat­te allerd­ings in Bezug auf die kore­anis­che Mut­terge­sellschaft ein europaweites Ver­bot abgelehnt, weil — was für eine zuläs­sige Klage ist Deutsch­land erforder­lich ist — die rechtlich selb­ständi­ge deutsche Tochter keine Nieder­las­sung im Sinne der Gemein­schafts­geschmacksmuster­verord­nung sei.

Der 20. Zivilse­n­at des Ober­lan­des­gerichts geht hinge­gen davon aus, dass die deutsche Sam­sung-Tochter als Nieder­las­sung einzustufen sei. Die Sam­sung-Tochter erwecke jeden­falls den Anschein, u.a. auf ihrer Inter­net­seite und in den Garantiebe­din­gun­gen, dass diese für ihre Mut­ter han­dele. Das “Galaxy Tab 7.7” ahme ins­beson­dere mit der Gestal­tung der Rück­seite und der Seit­en – anders als das “Galaxy 10.1” — das Apple-Gemein­schafts­geschmacksmuster in unzuläs­siger Weise nach. Die bei­den Eilentschei­dun­gen sind recht­skräftig.

Recht­san­walt Dr. Ise­le emp­fahl, dies zu beacht­en und in allen Zweifels­fra­gen auf jeden Fall Recht­srat einzu­holen, wobei er in diesem Zusam­men­hang u. a. auch auf die DASV Deutsche Anwalts- und Steuer­ber­ater­vere­ini­gung für die mit­tel­ständis­che Wirtschaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de — ver­wies.

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