(Kiel)  Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Nord­rhein-West­fa­len hat durch einen bekannt gege­be­nen Beschluss eine Abfall­be­hand­lungs­an­la­ge im Gewer­be­park Mersch der Stadt Hal­tern am See vor­läu­fig gestoppt.

Dar­auf ver­weist der Reck­ling­häu­ser Fach­an­walt für Ver­wal­tungs­recht sowie für Bau- und Archi­tek­ten­recht Edu­ard Disch­ke von der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf den am 2.12.2009 bekannt gege­be­nen Beschluss des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts (OVG) Nord­rhein-West­fa­len, Az.: 8 B 1549/09.AK.


Das Vor­ha­ben, das ursprüng­lich von der Bezirks­re­gie­rung Müns­ter geneh­migt wur­de, besteht aus vier Betriebs­ein­hei­ten (Bau­schutt- und Boden­re­cy­cling­an­la­ge, Gewer­be­ab­fall­an­la­ge, Schrott­platz sowie Con­tai­ner­la­ger für gefähr­li­che Abfäl­le) sowie Neben­ein­rich­tun­gen (Tank­stel­le und Fahr­zeug­waa­ge).


Der Antrag­stel­ler, ein in dem Gewer­be­ge­biet woh­nen­der Nach­bar, hat­te bereits im Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren den gerin­gen Abstand der Anla­ge zu sei­ner Woh­nung kri­ti­siert. Auch sei­en die Betriebs­zei­ten der Anla­ge auf die im Gewer­be­park übli­chen Zei­ten zu begren­zen (maxi­mal bis 19.00 Uhr).


Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt gab dem Antrag­stel­ler nun Recht, betont Disch­ke.


Die geplan­te Abfall­be­hand­lungs­an­la­ge gehö­re nicht in ein Gewer­be­ge­biet, son­dern in ein Indus­trie­ge­biet. Sie sei wegen ihres räum­li­chen Umfangs, der Art der Betriebs­vor­gän­ge und der Inten­si­tät des Zu- und Abgangs­ver­kehrs typi­scher­wei­se geeig­net, den Gebiets­cha­rak­ter des durch Bebau­ungs­plan aus­ge­wie­se­nen Gewer­be­ge­biets zu stö­ren. So soll­ten ins­be­son­de­re die Bau­schuttre­cy­cling­an­la­ge und der Schrott­platz unter frei­em Him­mel betrie­ben wer­den; eine Ein­hau­sung sei nicht vor­ge­se­hen. Der Betrieb sei von 6.00 bis 22.00 Uhr geneh­migt. Auch die eigent­li­che Behand­lung der Abfäl­le (Abkip­pen, Zer­klei­nern, Sor­tie­ren) sei­en Arbeits­vor­gän­ge mit erheb­li­chem Stör­po­ten­ti­al. Es sei typi­scher­wei­se mit erheb­li­chen Lärm‑, Staub- und Geruchs­be­läs­ti­gun­gen für die Umge­bung zu rech­nen.


Disch­ke mahn­te, dies zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen dazu u. a. auch auf die auf Ver­wal­tungs­recht spe­zia­li­sier­ten Anwäl­te und Anwäl­tin­nen in der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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