(Kiel)  Beim Ver­fas­sungs­ge­richts­hof Rhein­land-Pfalz ist eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de ein­ge­gan­gen, mit der sich der Beschwer­de­füh­rer dage­gen wen­det, dass in Wein‑, Bier- und sons­ti­gen Fest­zel­ten, die nur vor­über­ge­hend betrie­ben wer­den, geraucht wer­den darf.

Dar­auf ver­weist der Stutt­gar­ter Rechts­an­walt und Fach­an­walt für Arbeits- und Erbrecht Micha­el Henn, Vize­prä­si­dent der DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. mit Sitz in Kiel unter Hin­weis auf die ent­spre­chen­de Mit­tei­lung des Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs (VGH) Rhein­land-Pfalz vom 04.12.2009, Az.: VGH B 70/09.


Nach dem Nicht­rau­cher­schutz­ge­setz Rhein­land-Pfalz sind Gast­stät­ten grund­sätz­lich rauch­frei. Aller­dings lässt das Gesetz u. a. eine Aus­nah­me zu für Wein‑, Bier- und sons­ti­ge Fest­zel­te, die nur vor­über­ge­hend, höchs­tens an 21 auf­ein­an­der fol­gen­den Tagen an einem Stand­ort betrie­ben wer­den. Dort kann das Rau­chen erlaubt wer­den.
Der Beschwer­de­füh­rer ist der Ansicht, die Aus­nah­me vom Rauch­ver­bot für Wein‑, Bier- und sons­ti­ge Fest­zel­te ver­sto­ße gegen die ver­fas­sungs­recht­li­che Pflicht des Staa­tes, die Gesund­heit sei­ner Bür­ger zu schüt­zen. Außer­dem wür­den Nicht­rau­cher dis­kri­mi­niert, weil sie indi­rekt vom Besuch von Fest­zelt­ver­an­stal­tun­gen aus­ge­schlos­sen sei­en.
Der Land­tag Rhein­land-Pfalz und die rhein­land-pfäl­zi­sche Lan­des­re­gie­rung hal­ten die Ver­fas­sungs­be­schwer­de für unzu­läs­sig, weil sie nicht inner­halb eines Jah­res seit dem Inkraft­tre­ten des Nicht­rau­cher­schutz­ge­set­zes erho­ben wor­den sei. Außer­dem sei die Ver­fas­sungs­be­schwer­de unbe­grün­det. Der Gesetz­ge­ber habe bei der Schaf­fung von Aus­nah­men vom Rauch­ver­bot den ihm zukom­men­den Ein­schät­zungs- und Gestal­tungs­spiel­raum nicht über­schrit­ten.


Der Ver­fas­sungs­ge­richts­hof wird über die Ver­fas­sungs­be­schwer­de vor­aus­sicht­lich gegen Ende des 1. Quar­tals 2010 ver­han­deln bzw. ent­schei­den. Dies gilt auch für die Ver­fas­sungs­be­schwer­de, mit der ein wei­te­rer Beschwer­de­füh­rer gel­tend macht, das geän­der­te Nicht­rau­cher­schutz­ge­setz ver­sto­ße gegen die Lan­des­ver­fas­sung, weil danach “Rau­cher­clubs” nicht zuläs­sig sei­en


Henn mahn­te, den Aus­gang zu beach­ten und ver­wies  bei Fra­gen u. a. auch auf die  DASV Deut­sche Anwalts- und Steu­er­be­ra­ter­ver­ei­ni­gung für die mit­tel­stän­di­sche Wirt­schaft e. V. – www.mittelstands-anwaelte.de


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