1. Eine Haf­tung des Abschlussprüfers nach §823 Abs.2 BGB i.V.m. §332 Abs.1HGB set­zt voraus, dass Gegen­stand der Prü­fung eine nach Maß­gabe des Han­del­srechts vorgeschriebene Pflicht­prü­fung ist. Eine solche Pflicht­prü­fung liegt nicht vor, wenn die Prü­fung der Jahresab­schlüsse und der Lage­berichte lediglich auf der Grund­lage wert­pa­pier­rechtlich­er Vorschriftenüber den notwendi­gen Inhalt eines Prospek­ts für die Emis­sion ein­er Order­schuld­ver­schrei­bung erforder­lich ist.

2. Ein Anspruch eines Anlegers aus §826BGB wegen vorsät­zlich­er sit­ten-widriger Schädi­gung gegen einen Wirtschaft­sprüfer kommt in Betra­cht, wenn der in einem Wert­pa­pier­prospekt enthal­tene Bestä­ti­gungsver­merk nicht nur unrichtig ist, son­dern der Wirtschaft­sprüfer seine Auf­gabe nach­läs­sig erledigt, zum Beispiel durch unzure­ichende Ermit­tlun­gen oder durch Angaben ins Blaue hinein und dabei eine Rück­sicht­slosigkeit an den Tag legt, die angesichts der Bedeu­tung des Bestä­ti­gungsver­merks für die Entschei­dung Drit­ter als gewis­sen­los erscheint (Anschluss an BGH, Urteil vom 19.November2013 ‑VIZR336/12, NJW 2014, 383).

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