a)Für die Wiedere­in­set­zung in den vorigen Stand ist die ver­säumte Prozesshand­lung in der für sie vorgeschriebe­nen Form nachzu­holen. Hat es der Rechtsmit­tel-führer ver­säumt, eine unter­schriebene und damit wirk­same Rechtsmit­tel­be­grün­dung einzure­ichen, hat er somit bis zum Ablauf der Wiedere­in­set­zungs­frist einen unter­schriebe­nen Begrün­dungss­chrift­satz nachzureichen.

b)Die Recht­sprechung zur aus­nahm­sweisen Wirk­samkeit nicht unterze­ich­neter Rechtsmit­tel­be­grün­dungss­chriften (Sen­ats­beschlüsse vom 15. Juni 2004 ‑VIZB 9/04, Ver­sR 2005, 136, 137, juris Rn. 4; vom 9. Dezem­ber 2003 ‑VI ZB 46/03, juris Rn. 4; BGH, Urteil vom 10. Mai 2005 ‑XI ZR 128/04, NJW 2005, 2086, 2088, juris Rn. 20 f.; Beschlüsse vom 26. Okto­ber 2011 ‑IV ZB 9/11, juris Rn. 6, 11; vom 20.März 1986 ‑VII ZB 21/85, BGHZ 97, 251, 254, juris Rn. 14) ist auf die Nach­hol­ung ein­er Beru­fungs­be­grün­dung im Zusam­men­hang mit einem Wiedere­in­set­zungsantrag nach Ein­re­ichung ein­er man­gels Unterze­ich­nung unwirk­samen Begrün­dung nicht übertragbar.

Weit­ere Infor­ma­tio­nen: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/recht…